Verstopfung und Verdauungsprobleme

Was tun bei Verstopfung?

Jeder kennt es, aber kaum einer spricht offen darüber. Vielen Menschen ist es peinlich, und so bleibt es ein Tabuthema: Verdauungsprobleme. Sie äußern sich vielseitig und können auf Dauer immer größere Probleme machen, sowohl für den Körper als auch für die Psyche. Besonders verbreitet ist die Verstopfung. Was das überhaupt ist und was Sie effektiv dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Was sind Verdauungsprobleme?

bereits im Mund mit dem Kauen und Schlucken der Nahrung und endet mit der Ausscheidung nicht verwertbarer Stoffe. Dabei spielen Enzyme eine große Rolle. Sie spalten das Essen und Trinken in für den Körper verwertbare Stoffe. So werden Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße verarbeitet und als Energie bzw. Baustoff genutzt. Auch weitere Stoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe werden maximal verwertet.

Von Verdauungsproblemen spricht man, wenn einer oder mehrere Verdauungsprozesse nicht so ablaufen wie vorgesehen. Manche Verdauungsprobleme bleiben lange unbemerkt, andere stören bereits im Alltag.

Zu den Problemen gehören Sodbrennen, ständiges Aufstoßen durch Luft im Magen, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung. Nicht immer sind die Beschwerden gefährlich. Kommen sie jedoch heftig oder bleiben über einen längeren Zeitraum, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

 

Was ist Verstopfung?

Verstopfung ist eines der am häufigsten aufkommenden Verdauungsprobleme. Hierbei verlangsamt die Verdauung im Darm. Der Darm ist ein riesiger Muskel, der den Stuhl – die verwertete Nahrung – durch den Körper schiebt. Wenn Sie an Verstopfung leiden, passiert dieser Vorgang langsamer als normal, sodass dem Stuhl durch die Darmwand immer mehr Wasser entzogen wird. Dadurch wird er fest und trocken, was die Passage im Darm erschwert. Es stellt sich ein Kreislauf ein, da dadurch noch mehr Wasser entzogen wird, was wiederum den Stuhlgang verlangsamt. Kommt der Stuhlgang dann am Ende des Darms an, lässt er sich schwer ausscheiden, da der Darmmuskel stärker arbeiten muss.

Ein täglicher Stuhlgang ist normal und entspricht einem gesunden Darm. Wenn Sie nur ca. dreimal pro Woche oder weniger zur Toilette müssen, kann eine Verstopfung vorliegen. Es kann sich ebenso um Verstopfung handeln, wenn Sie nur wenig Stuhl ausscheiden oder dabei große Mühe haben. Hinzu kommt das Gefühl, dass der Darm nicht komplett leer oder verengt ist.

 

Wie entsteht eine Verstopfung?

Mittlerweile gehört die Verstopfung zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten. Vor allem Frauen und alte Menschen sind davon betroffen. Aber auch Kinder leiden immer öfter daran.

Seltene krankheitsbedingte, aber mögliche Gründe sind beispielsweise ein gereizter Darm, Darmverengungen, Darmschwäche oder ähnliche Krankheitsbilder. Auch Medikamente können Verstopfungen begünstigen.

Die Ursachen sind oft naheliegend: Wenn Sie sich im Alltag wenig bewegen, kommen auch Ihre Körperfunktionen langsamer in Schwung. Das bedeutet, dass auch Ihr Darm langsamer arbeitet. Dadurch kann eine Verstopfung entstehen. Bewegung bedeutet nicht gleich, viel und täglich Sport zu treiben, es reicht vollkommen aus, im Alltag kleine Dinge zu verändern und so z. B. auf die Aufzugsfahrt zu verzichten und stattdessen die Treppen zu nehmen oder auch mal das Auto stehen zu lassen, wenn die Strecke auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann.

Auch eine falsche Ernährung kann eine Verstopfung zur Folge haben. Die meisten Menschen essen zu viele Nahrungsmittel mit viel Fett und Zucker. Diese sind oft versteckt in Fertiggerichten enthalten, sodass sie oft unbewusst aufgenommen werden. Die Darmtätigkeit kann durch übermäßige Aufnahme von Fett und Zucker über z. B. Fertiggerichte verlangsamen, da der Körper nicht viele wertvolle Stoffe aus der Nahrung herausziehen kann. Zwar gehören Fett und Zucker grundsätzlich auf den Speiseplan, da sie zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen, jedoch nicht in den Mengen, die heutzutage häufig konsumiert werden, und ebenfalls nicht in der verarbeiteten Form, sondern als Bestandteil von Obst und Gemüse. Verarbeitete, aber dennoch natürliche Formen von Zucker, welche gesündere Alternativen bieten, sind beispielsweise Ahornsirup, Yacón oder Kokosblütenzucker.

Wenn Sie zu wenig Wasser trinken, kann es auch zu Verstopfung kommen, da der Körper eine gewisse Flüssigkeitsmenge braucht. Wird sie nicht zugeführt, holt er sich das Wasser aus dem Darm, was den Stuhl trocken macht.

Nicht selten passiert es, dass versucht wird, den Toilettengang zu unterdrücken, weil gerade keine Zeit oder keine ordentliche Toilette in der Nähe ist. Das sorgt dafür, dass sich der Stuhl staut und dabei austrocknet.

 

Was kann ich dagegen machen?

Verstopfung kann durch eine ausgewogene und leichte Ernährung aufgelöst und vorgebeugt werden. Vor allem Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an, sodass es nicht zum Wasserentzug kommt. Es sollten deshalb so viel Gemüse und so viele Vollkornprodukte wie möglich auf dem Plan stehen. Zusätzlich ist es wichtig, ausreichend stilles Wasser zu trinken und feste Essenzeiten einzuhalten, damit der Darm regelmäßig arbeiten kann. Daneben sollte der Stuhlgang auf keinen Fall unterdrückt werden.

Um eine Verstopfung loszuwerden und einer erneuten vorzubeugen, eignet sich auch eine Darmsanierung. Eine Darmreinigung kann mit unterschiedlichen Verfahren und Mitteln erfolgen, wobei Ihre individuelle Situation von großer Bedeutung ist. Pflanzliche Mittel oder Einläufe (Colon-Hydro-Therapie) können sehr hilfreich sein. Auch eine  Anti-Pilz-Therapie  kann je nach Ausgangslage notwendig werden. Wenn Sie sich anschließend um Ihren Körper kümmern, werden Sie die Wahrscheinlichkeit für Verstopfungen auf ein Minimum reduzieren können.

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